Mittwoch, 4. Februar 2009

So, da bin ich wieder mit dem nächsten Bericht. Wenn ich so die Bilder sehe, die ich noch veröffentlichen muss wird mir ganz anders :) Deswegen muss ich mich langsam mal sputen mit meiner Arbeit ;)

Unsere Reisegruppe hat sich ja schon in Guadalajara aufgetrennt, so waren wir dann nur noch zu dritt unterwegs. Das heißt ich war mit Eva und Sophie unterwegs, die endlich wieder einigermaßen gesund war um zum nächsten Ort zu reisen. Wir sind also in Guadalajara in den Bus gestiegen und nochmal komplett in die andere Richtung gefahren.. Wir wollten ja unbedingt noch an den Strand und ich muss sagen wir haben mal wieder alles richtig gemacht! Insgesamt hat mir der Ort echt sehr gut gefallen. Ein kleines Dorf zwischen Pazifik und Lagune, viel Strand, einige nette Bars und sonst einfach alles was man zum entspannen braucht! Hier auf dem Foto seht ihr mal den Blick aus dem Hotel Richtung Lagune:

Von Barra de Navidad

Einfach herrlich da, man kanns gar nicht beschreiben! Ich fand sogar die kleinen Mitbewohner im Zimmer lustig :) Keine Angst, die haben nichts gemacht, die kleinen Eidechsen. In den Ort hat es auch viele weitere Ausreiselustige Leute gezogen. So haben wir auch eine Deutsche kennengelernt, die vor 17 Jahren aus Berlin dorthin gezogen ist und jetzt ihr deutsches Restaurant da führt. Eine richtige Freude war ein leckeres Champignon-Schnitzel mit Bratkartoffeln am letzten Tag. Das hat sowas von gut geschmeckt, dass mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen läuft, wenn ich dran denke!

Von Barra de Navidad

Und noch eine sogar berühmte Person hat unsere Wege gekreuzt. Gerhard Hetz, ein Olympia-Medalliengewinner im Schwimmen aus dem Jahr 1964 hat dort sein Hotel, wo wir zufälligerweise übernachtet haben. Natürlich ist er jetzt schon älter, wir haben aber viel erzählt und er hat sich so gefreut, dass wir in Puebla bei VW arbeiten. Dort war er nämlich früher zum Höhentrainig bei deutschen Familien von Volkswagen untergebracht. Ein Autogramm konnte ich auch noch ergattern. Von seinen ganzen Autogrammkarten sind jetzt noch 4 übrig, so bin ich wohl einer der letzten, der eine ergattern konnte!

Neben den netten Leuten haben wir auch einige schöne Ecken Mexikos kennengelernt. Der Strand vor der Haustür war schon schön, jedoch sind wir noch eine halbe Stunde mit dem Taxi an einen anderen Strand gefahren, der wirklich ein Traum war! Einerseits bot sich eine abgelegene Bucht wunderbar zum entspannen an, da wirklich keine Menschenseele dort war außer uns. Natur pur!

Von Barra de Navidad

Am eher kommerziellen Strand von diesem kleinen Örtchen, dessen Name ich irgendwie vergessen hab, konnte man auch noch gut den Nachmittag verbringen. Weiter Strand mit flachem klaren Wasser, das auch noch pudelwarm war. Was will man mehr? Lustig waren auch die Pelikane, die sich waghalsig kopfüber ins Meer stürzen um einen Fisch zu ergattern. Ich glaube das waren 1000ende von den Vögeln. Auf einem anderen Bild sitzen sie hinten auf den Steinen rum und warten auf den kleinen Hunger..

Von Barra de Navidad

An diesem Ort haben wir auch eine kleine Bootstour durch eine Art Dschungel gemacht. Dort gab es viele kleine Krebse die im Geäst sitzen. Vielleicht erkennt ihr sogar welche auf den leider mislungenen Bildern.. War auf jeden Fall sehr lustig da durchzufahren.
Naja, irgendwann gehts auch wieder zurück zum Hotel. Abends sind wir immer ein Bierchen trinken gegangen und da lernt man wie eigentlich immer irgendwelche Leute kennen. So haben wir den Abend noch ein bisschen bei Einem privat auf dem Dach gesessen und was getrunken. Eigentlich habe ich mich mit ihm für den nächsten Tag zum Hochseeangeln mit seiner Familie verabredet. Ich sollte 6 Uhr morgens vor seinem Haus sein. Wie das so mit den Mexikanern ist bin ich natürlich umsonst aufgestanden, denn es war keiner da.. Bevor ihr mich bemitleidet: Hier in Mexiko ist das immer so! Wie dumm von mir ;)
Wie es so kommen musste, hatte ich auch keinen Hotelschlüssel und auch kein Telefon mitgenommen und musste die Zeit bis 8 Uhr totschlagen, da sich dann erst die Pforten vom Hotel öffneten. Was machen? Geh ich einfach an die Strandpromenade und warte den Sonnenaufgang ab. Und Leute, das war das herrlichste was ich je in meinem Leben gesehen habe! Alles hatte am Ende doch noch einen Sinn gefunden und ich bin nicht umsonst aufgestanden. Auf den herrlichen Bildern kann man nur einen Hauch dessen wahrnehmen was ich gesehen hab..

Von Barra de Navidad

Irgendwann geht auch dieser Reiseabschnitt wieder vorüber, so haben wir uns einfach am letzten Tag nochmal den Strand angetan, was sonst :) Am Strand hab ich was dickes gefunden, sieht aus wie ne Muräne oder sowas.. war auf jeden Fall n dickes Gerät und ich weiß auch wodran es gestorben is :)
Gut erholt und reisefertig haben wir uns auch wieder auf den Weg ins nächste Örtchen gemacht..

Von Barra de Navidad

Auf gings nach Guanajuato, wieder eine Stadt ganz gegensätzlich zum letzten Ziel. Wieder ein Silberstädtchen in den Bergen, jedoch noch schöner als Zacatecas, wie ich finde. Aber darauf könnt ihr euch fürs nächste Mal freuen! Machts gut und macht euch warme Gedanken beim anschauen der Bilder, mehr kann ich euch nicht bieten ;)

Sonntag, 1. Februar 2009

Da ich ein bisschen aufzuholen habe, gibts heute gleich den nächsten Bericht von Guadalajara und weiteren Städtchen.. Guadalajara ist nach Mexiko-Stadt die zweitgrößte Stadt Mexikos und zudem sehr schön anzuschaun! Gleich am ersten Abend unserer Ankunft wurden wir mit einem Sinfoniekonzert begrüßt, welches auf dem großen Platz vor dem Stadttheater gespielt hat. Vorher hatten wir aber auch noch Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung. So waren wir im Rathaus, wo das berühmte Gemälde von Hidalgo, dem Befreier, an die Eingangshalle gemalt ist. Des weiteren gibt es viele Plätze und Kirchen die man anschauen kann.

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

Am nächsten Tag sind wir in einen Stadtteil von Guadalajara gefahren welcher Tlaquepaque heißt. Hier ist sozusagen das Künstlerzentrum der Gegend und man konnte allerlei anschauen und auch kaufen. Man schlendert hier durch eine Art Einkaufsstraße und zu den Seiten kann man immerwieder in Innenhöfe gehen wo die Künstler ihre Werke ausstellen.

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

Der Tag war mit diesem kleinen Ausflug noch nicht beendet, denn es war der 31.12.2008. Für den Abend haben wir uns einen Tisch in einem schicken Club der Stadt reserviert um Silvester zu feiern. Leider konnte Sophie nicht mit, da sie krank im Bett liegen bleiben musste. Sie hatte sich am Strand eine Infektion im Ohr eingefangen wie wir später im Krankenhaus erfahren haben. So sind wir dann also nur zu 5. in die Nacht gestartet und ich muss sagen wir waren alle begeistert! Vielleicht kennt ihr noch nicht die Tradition zu Silvester hier in Mexiko. Man isst um 12 Uhr 12 Weintrauben und darf sich bei jeder was wünschen. Eigentlich eine sehr nette Geste die ich bestimmt auch mit nach Deutschland nehmen werde.

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

Für alle wurde die Nacht sehr lang und so wurde am nächsten Tag erstmal ordentlich ausgeschlafen. Später sind Eva und Adrian mit Sophie ins Krankenhaus gefahren, da der Zustand nicht besser wurde. Ich bin mit Felix und Michaela noch in einen anderen Stadtteil gefahren um einen weiteren Platz anzuschaun. Eigentlich eher unspektakulär und so haben wir einfach auf der Bank in der Sonne gesessen und Früchte gegessen, die man ja an jeder Ecke zu kaufen bekommt. Abends sind wir dann nochmal Richtung Universität geschlendert und haben noch ein paar Plätze abgeklappert. Die Mexis sind sehr nachtaktiv. Selbst gegen 11 Uhr laufen die Familien noch mit ihren Kindern draußen rum..

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

Der nächste Tag war dann wieder etwas spannender. Wir sind mit einem Bus ca. 1 Stunde zum größten See Mexikos gefahren, dem Chapala-See. Der See ist wirklich groß! Man kann von links nach rechts schauen ohne das Ufer zu sehen! Mitte im See gibt es auch ein paar Inseln und so haben wir uns später auch ein Boot gemietet um uns übersetzen zu lassen. Vorher gabs übrigens noch kleine frittierte Sardellen, die mir aber nicht wirklich geschmeckt haben. Man hat gar nichts mehr vom Fisch geschmeckt, nur das Frittierfett..

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

Auf der kleinen Insel selbst gabs dann doch gar nicht so viel zu sehen. Hauptsache man war da und die Bootsfahrt allein hat auch schon Spaß gemacht. Man konnte dort in ein paar Restaurants gehen und wie üblich viel Fisch essen. Mit ein paar Getränken waren wir jedoch auch erstmal bedient. Ich glaube wir waren eine Stunde da und sind dann wieder aufs Festland gefahren.

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

Wieder angekommen haben wir uns noch ein bisschen auf dem Basar umgeschaut. Dort konnte man viel Schmuck und Klamotten kaufen. Eigentlich gibts immer das gleiche auf allen Märkten Mexikos. Man wird schnell gelangweilt weil man echt nur das gleiche sieht, was man schon kennt oder sogar schon gekauft hat. Für ein paar Souvenirs konnte ich mich dann aber doch überreden lassen und am Ende war noch ein schicker Strohhut für mich drin. Danach gings wieder zurück nach Guadalajara und wir Jungs sind nochmal bis in die Puppen ins Nachtleben gestürzt.

Am nächsten Tag kam dann eine kleine Wende in der Urlaubsgeschichte. Felix musste wieder nach Puebla zurück, da er arbeiten musste. Wir anderen hatten ja alle Krisenfrei.. Adrian und Michaela wollten auch nicht mehr so viel reisen und sind noch für 2 Tage weiter nach Guanajuato gefahren, wo ich später auch noch war. Dazu dann aber mehr. Eine Freundin von Sophie war aber auch grad in Guadalajara und so bin ich mit Eva und ihr noch für einen Tag nach Tequila gefahren. Was es da gab kann man sich wahrscheinlich denken! Richtig: Tequila :)

Von Guadalajara, Tlaquepaque, Chapala y Tequila

In dem kleinen Städtchen gibt es allerhand Destillerien, in eine hat es uns dann für eine Besichtigung gezogen. Der Name ist Jose Cuervo, eine ziemlich bekannte und gute Marke hier in Mexiko. Ich glaube in Mexiko kennt man nur Sierra Tequila, welcher im Gegensatz zu den Tequilas hier der letzte Mist ist! Probiert hab ich in der Führung genug, und bis jetzt ist auch schon einiges von diesem Feuerwasser durch meine Kehle gewandert.. Aber zu 100% anfreunden kann ich mich doch noch nicht damit. Ich bleibe dann doch lieber beim Bacardi-Rum.

So, ich habs geschafft wieder ein bisschen weiterzukommen mit meiner Geschichte. Geschafft bin ich selbst auch, denn es ist schon spät. Wir waren heute bei einem Freund zum Superbowl schauen. Sehr amerikanisch, aber wann kommt man in Deutschland schon dazu wenn es mitten in der Nacht übertragen wird.. Wo wir schon bei der Nacht sind: ich muss jetzt ins Bett, denn morgen geht es wieder an die Arbeit und ich muss früh aufstehen.. Also macht es gut, bis später!